Bad Homburg: Die Bad Homburger Stadtbusse haben 2009 rund sechs Millionen Fahrgäste ans Ziel gebracht. Das berichtet der für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständige Stadtrat Peter Sothmann in einer Bilanz des vergangenen Jahres.
„Unsere Stadtbusse erfüllen die hohen Anforderungen, die heute an ein modernes Transportsystem gestellt werden“, sagt Sothmann. Das betreffe den Umfang des Angebotes und die Zuverlässigkeit ebenso wie den Umweltschutz. Das System stehe dennoch ständig auf dem Prüfstand. „Unser Ziel ist es, das Angebot für die Fahrgäste stetig weiter zu verbessern“, so der Stadtrat. Dabei sei zu berücksichtigen, dass in keinem anderen Dienstleistungssektor der Stadt sowohl Menschen als auch äußere Einflüsse derart auf das Ergebnis einwirkten wie im Busbetrieb.
Die technische Ausstattung der Busse wird den Forderungen nach einem umweltschonenden Busbetrieb gerecht. Die vorhandenen Möglichkeiten habe man genutzt. Sothmann: „Mit der Vergabe des Auftrages haben wir die strenge Norm EES verlangt, die über das notwendige Maß EURO 5 hinausgeht. Alle Fahrzeuge erfüllen diese hohen Anforderungen. Wir sind in unserem Bereich führend.“
Die Stadt investiert in die Sicherheit der Fahrgäste. So sind in allen Linienbussen Videoanlagen installiert, um möglichen Übergriffen und Vandalismus vorzubeugen. „Diese Installationen haben wir nun auch in Schulbussen vorgenommen“, berichtet Sothmann.
Der Stadtrat zieht eine positive Bilanz der Arbeit, die vom Bereich Öffentlicher Nahverkehr im Hintergrund geleistet werde. Bei der Umstellung des Fahrplans im Dezember 2008 habe es trotz umfangreicher Neueinweisungen im Bereich Bad Homburg nur wenige Irritationen gegeben. Eine zusätzliche Schulbusstrecke nach Friedrichsdorf wurde eingerichtet. Die Umsteigezeiten wurden – soweit sich dies fahrplantechnisch realisieren ließ – verbessert.
Das Programm zur Aufstellung von Wartehäuschen, die einen Wetterschutz bieten, sei so gut wie abgeschlossen. „Wir haben bei insgesamt rund 250 Haltestellen im Stadtgebiet etwa die Hälfte mit den gefälligen Unterständen ausstatten können“, berichtet der Stadtrat.
Die Pünktlichkeit der Busse sei gut. Dies sei entscheidend für die Gewährleistung der vorgesehenen Umsteigemöglichkeiten. „Natürlich kann ein Bus nicht fliegen, er bleibt in einem Stau stecken wie jedes andere Fahrzeug“, so Sothmann. Wenn aber Umleitungsstrecken eingerichtet werden mussten, wurde schnell mit Fahrplankorrekturen reagiert. Das habe zum Beispiel die Sperrung der Brücke an der Zeppelinstraße gezeigt.
„Die Aufrechterhaltung des Angebotes auch für diejenigen, die nicht in der Lage sind, mit eigenem Auto ihr Ziel zu erreichen, ist uns ein sozialer Auftrag“, sagt Sothmann. Dies gelte auch für Abendstunden, in denen kulturelle Veranstaltungen besucht würden. Das Angebot bei den Disko-Bussen für Jugendliche in den Nächten an Wochenenden, das gut angenommen wird, könne durch eine geänderte Route noch verbessert werden.
Große Aufmerksamkeit widme der Bereich Öffentlicher Nahverkehr der Erreichbarkeit der Innenstadt für Fahrgäste aus den Ortsteilen. Zudem sei für ein verlässliches Angebot Kontinuität im Fahrplan wichtig. „Bei allen Planungen berücksichtigen wir auch die Bedeutung des Busverkehrs für Tagungsteilnehmer und Touristen“, so Sothmann. Die Stadt denke deshalb unter anderem über eine Anbindung des Hessenparks nach. Sehr positiv sei das Echo auf die Freifahrt-Angebote an den Adventssamstagen gewesen. „Wir werden auch in der Zukunft solche besonderen Situationen berücksichtigen“, kündigt Sothmann an.
Die Stadt hat zudem die Absicht, Seminare für Senioren zur Nutzung des Stadtbusses sowie zu technischen und tariflichen Fragen anzubieten. Als sinnvoll bezeichnet Sothmann auch die Ausbildung von Schulbuslotsen. Außerdem biete die Stadt behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern Hilfe an, wie zum Beispiel durch die ausklappbare Rampe für Rollstuhlfahrer.