Frankfurt: Die Entscheidung der Jury ist gefallen: Die besten Ideen und Projekte aus den Gebieten Biologie, Chemie, Mathematik, Informatik, Physik, Technik und Arbeitswelt des 47. Jugend forscht Regionalwettbewerbs Rhein-Main West stehen fest.
In der Juniorensparte „Schüler experimentieren", in der Jugendliche bis 14 Jahre teilnehmen können, landete das Projekt „Umweltfreundliche Fassadenfarbe" im Bereich Chemie auf dem ersten Platz. Dominik Kloepfer, Jan-Niklas Pomp und Tayyip Erdogan entwickelten die Farbe, die Stickoxyde aus der Luft in ungiftige Nitrate verwandelt. Auch ganz oben auf dem Siegertreppchen landete das Projekt von Isabell Füzy und Gina Mahlke von der Hohe Landesschule Hanau im Bereich Biologie. Sie untersuchten mit Hilfe der Iod-Stärke Reaktion, ob verschiedene heimische Getreidearten unterschiedlich viel Stärke enthalten.
Im Fachgebiet Arbeitswelt kürte die Jury Justus Henneberg von der Dilthey-Schule in Wiesbaden, der als Lernhilfe ein Abfrageprogramm für altgriechische grammatische Formen entwickelte. Strahlende Sieger waren auch Timon und Tamina Schneider von der Kellerskopfschule und der Oranienschule in Wiesbaden mit ihrer Entwicklung einer beweglichen Solarzelle, die sich optimal nach der Sonne ausrichtet.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Juroren von Henrik Reinstädtlers Projekt von der Pestalozzischule in Idstein. Er entwickelte eine 3D-Kamera, die die Distanz zum Fotomotiv errechnet und sich so selbst optimal konfiguriert. „Das Projekt überzeugte uns mit seiner hochwertigen Qualität so sehr, dass es ebenfalls zum Landeswettbewerb in Darmstadt zugelassen ist." so Regionalwettbewerbsleiterin Dagmar Crasemann.
In der „Jugend forscht"-Sparte der 15 bis 21-Jährigen überzeugten die Jury vier Projekte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften sowie Technik. Lena Feld von der Pestalozzischule in Idstein stellte sich im Bereich Geo- und Raumwissenschaften die Frage „Wie weit kommt eine Sternschnuppe?". Sie fotografierte Teile einer russischen Rakete, die am Heiligabend über Deutschland verglühten, und bestimmte mittels Sternkoordinaten sowie Triangulationsrechnung ihre Position.
Katharina Spohner, Frederik Bauer und Paula Hillmann von der Max-Beckmann-Schule Frankfurt am Main entwickelten organische Leuchtdioden und Solarzellen aus Vollplastik, die besonders leicht und flexibel sind und sich auf größere Folien auftragen lassen.
Michael Matz, Stephan Amann und Till Langbein von der Main-Taunus-Schule Hofheim fanden im Fachgebiet Biologie heraus, welche Inhaltsstoffe des Scharbockskrauts die Keimung von Samen und Knollen hemmt. Robin Scheich und Nicolas Alberti vom Kaiserin-Friedrich-Gymnasium und der Humboldtschule in Bad Homburg v. d. Höhe radelten im Bereich Technik mit ihrer Entwicklung eines Bremslichts fürs Fahrrad zum Sieg.
Dietmar Schmid, Präsident der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und Vorsitzender der BHF-BANK-Stiftung, zeigte sich bei der Preisverleihung von den Projekten begeistert: "Es ist beeindruckend zu sehen, dass Schülerinnen und Schüler schon so strukturiert und leidenschaftlich arbeiten, wie gestandene Wissenschaftler. Wir freuen uns, die Jungforscher mit diesem Wettbewerb zu fördern, denn Frankfurt braucht sie - sie sind unsere Zukunft." Auch Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth und Vizepräsident der Goethe-Universität Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz gratulierten allen diesjährigen Tüftlern zu ihrem Ideenreichtum und dem Mut, diesen in ihren Projekten durchzusetzen und appellierten, nie die Neugier zu verlieren.
Für die siegreichen Nachwuchsforscher der Sparte „Jugend forscht" sowie Henrik Reinstädtler geht es nun weiter. Sie haben sich für die Teilnahme am Landeswettbewerb Hessen qualifiziert, der im März 2011 bei Merck in Darmstadt stattfindet. Wer sich auch dort behauptet, zieht im Mai in das Bundesfinale in Erfurt, bei dem die 200 besten Nachwuchstalente eines Jahres antreten. Wer im nächsten Jahr mitforschen will, kann seine Projektideen unter www.jufo-wv.de anmelden.
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| Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft |
16.02.2012
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