Frankfurt: 60 Kommunen aus ganz Deutschland haben am Mittwochabend das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt" gegründet. Zwei Jahrzehnte nach Gründung des europäischen Klimabündnis' gehört die Stadt Frankfurt erneut zu den Gründungsmitgliedern und sitzt auch mit im Vorstand. Der Zusammenschluss soll neue Impulse für die Gestaltung und Nutzung innerstädtischer Natur geben. Im Rahmen des von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Stadt Frankfurt veranstalteten Kongresses im Senckenberg Naturmuseum diskutieren noch bis heute über 250 Teilnehmer aus rund 100 Kommunen über Biodiversität und Artenvielfalt.
Höhepunkt der Veranstaltung am Mittwoch war die Wahl des zehnköpfigen Vorstands durch die Gründungsversammlung. Den ersten Vorsitz des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt" übernimmt Oberbürgermeister Eckart Würzner aus Heidelberg. Zu seinem Stellvertreter wurde Oberbürgermeister Peter Gaffert aus Wernigerode gewählt. „Das neue Bündnis bietet den Städten und Gemeinden die Möglichkeit, ihre Kräfte zum Erhalt der biologischen Vielfalt zu bündeln und sich besser zu vernetzen", sagte Würzner nach der Wahl. „Die Stadt Heidelberg ist hier seit vielen Jahren sehr aktiv und wird sich gerne einbringen."
Unterstützt wird der Verein durch die DUH, die den Kongress und die Gründungsversammlung innerhalb eines Förderprojekts des Bundesamts für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) organisiert hat. Noch bis 2014 wird die Umweltschutzorganisation das neu gegründete Bündnis bei seiner Arbeit unterstützen.
„Die Bedeutung von Natur in Städten und Gemeinden wird durch das Bündnis gestärkt und die biologische Vielfalt als wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität in den Kommunen neu in den Blickpunkt gerückt. Deshalb freuen wir uns, es langfristig begleiten zu können", sagt Michael Spielmann, stellvertretender Vorsitzender und designierter Bundesgeschäftsführer der DUH.
Gastgeber der Gründungsversammlung war die Stadt Frankfurt, die selbst im Bündnis aktiv und durch Klaus Hoppe, Abteilungsleiter Umweltvorsorge im Umweltamt, im Vorstand vertreten ist. Der Zusammenschluss wird sich für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt in Städten und Gemeinden einsetzen. Er soll den Informationsaustausch der Kommunen unterstützen und als Instrument einer gemeinsamen Öffentlichkeits- sowie der politischen Lobbyarbeit wirken. Auch gemeinsame Aktionen und Projekte sollen mit Hilfe des Bündnisses initiiert und koordiniert werden.
Informationen zum Bündnis für biologische Vielfalt sind im Internet unter www.kommunen-fuer-biologische-vielfalt.de erhältlich.
03.02.2012
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