Wiesbaden: Im November 2011 nahm die Güterbeförderung der Binnenschifffahrt in Hessen gegenüber dem entsprechenden Monat des Vorjahres um 28,4 Prozent ab. Nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes wurden an den 14 hessischen Häfen, Lösch- und Ladestellen 766.000 Tonnen Güter ein- oder ausgeladen. Das Volumen des Empfangs, auf das knapp 80 Prozent der beförderten Güter entfiel, nahm um 31 Prozent auf 593.000 Tonnen ab. Das Volumen des weniger gewichtigen Versands ging um 16 Prozent auf 173.000 Tonnen zurück.
Wesentlicher Grund für diese Entwicklung war ein trockenes Jahresschlussquartal, das zu niedrigen Pegelständen führte. Dadurch konnten die Schiffe - um den Tiefgang zu verringern - nicht mehr voll beladen werden.
Rund 90 Prozent des Umschlags waren Massengüter, der Rest entfiel auf Stückgut, Container und sonstige Ladungsarten. Der Großteil unter den Massengütern waren Kokerei- und Mineralölerzeugnisse deren Volumen bei 246.000 Tonnen lag. Ausschlaggebend für die negative Gesamtentwicklung war der Rückgang bei Kohle, rohem Erdöl und Erdgas von 48 Prozent auf 117.000 Tonnen. Weitere wichtige Güter waren Erze, Steine und Erden, deren Umschlag sich um 40 Prozent auf 161.000 Tonnen verringerte, sowie chemische Erzeugnisse, deren Transportvolumen um 15 Prozent auf 114.000 Tonnen zurückging. Der Anteil der als Gefahrgut klassifizierten Güter stieg von 28 auf 36 Prozent.
Jeweils 44 Prozent der Güter wurden auf Schiffen transportiert, die unter deutscher bzw. niederländischer Flagge fuhren. Schiffe aus Belgien und der Schweiz spielten eine deutlich geringere Rolle; ihr Anteil lag bei fast sieben bzw. knapp vier Prozent.
In den ersten elf Monaten des Jahres 2011 nahm die Güterbeförderung der Binnenschifffahrt in Hessen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13 Prozent ab. Es wurden 9,2 Millionen Tonnen Güter ein- oder ausgeladen. Das Volumen des Empfangs nahm um knapp 15 Prozent auf 7,2 Millionen Tonnen ab. Das Versandvolumen sank um gut sieben Prozent auf 2,0 Millionen Tonnen. Verantwortlich für diese Entwicklung war neben dem Niedrigwasser im Frühjahr und Herbst die Sperrung des Rheins am Beginn des Jahres 2011; der Schiffsverkehr musste damals aufgrund einer Tankerhavarie etwa vier Wochen eingestellt werden.
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| Statistisches Landesamt Hessen |
16.02.2012
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