Stadtrat Schwarz gibt Rück- und Ausblick über die Erneuerung Alt-Sachsenhausens
Frankfurt: Stadtrat Edwin Schwarz hat am Mittwoch eine Zwischenbilanz für die vor 20 Jahren begonnene Erneuerung Alt-Sachsenhausens gezogen. Zugleich gab der Planungsdezernent vor dem künftigen Theater für die Fliegende Volksbühne am Paradieshof eine Übersicht über die noch ausstehenden Projekte. „Wir sind noch nicht restlos am Ziel angekommen, aber auf einem guten Weg", so Schwarz.
Ziel für Alt-Sachsenhausen ist eine Durchmischung im Stadtteil: Läden, Dienstleistungen, freie Berufe, vereinzelte Büros, Künstlerateliers und Gewerbe sollen auch tagsüber für Belebung sorgen. Vor allem die kulturellen Einrichtungen und Angebote sollen Sachsenhausen stärken und darüber hinaus das Viertel bekannter und attraktiver machen.
Mit rund drei Millionen Euro unterstützte die Stadt daher in den vergangenen zehn Jahren private Eigentümer bei der Modernisierung und Sanierung ihrer Häuser. Rund 70 Gebäude wurden saniert, sieben Neubauten mit circa 45 Wohnungen entstanden. Parallel dazu wurden rund 1,8 Millionen Euro in die Umgestaltung des öffentlichen Raumes investiert. Zusätzliche 300.000 Euro flossen in die Erneuerung von acht der insgesamt neun Brunnen.
Für die kulturelle Aufwertung sollen der im Februar 2011 eröffnete Kuhhirtenturm sowie das Theater für die Fliegende Volksbühne am Paradieshof sorgen. Für den Theaterbau sind die formalen Verfahren mittlerweile abgeschlossen. Bis Ende März werden die Ergebnisse der Fachplanung zu Statik, Baugrund, Schadstoffermittlung bis hin zur vermessungstechnischen Leistungen vorliegen. Mit der Fertigstellung rechnet Schwarz für Frühjahr/Sommer 2014.
„Mit dem Kuhhirtenturm und dem Paradieshof sowie mit der Unterbringung von drei Ateliers und der Künstlervereinigung der Klosterpresse in der Paradiesgasse bildet Sachsenhausen seine eigene kleine Kulturachse aus", erläutert der Stadtrat. „Sie ist gut angebunden an das Museumsufer, ergänzt es mit seinen Angeboten und bildet hier im Viertel gewissermaßen seinen räumlich akzentuierten Schlusspunkt."
Vorbereitet wird aktuell auch noch die Platzgestaltung vor dem Kuhhirtenturm, die in diesem Jahr fertig wird. Umgestaltet werden ferner die Frankensteiner Straße und die Elisabethenstraße. Der Kuhhirtenturm erhält außerdem in Kürze eine Außenillumination. „Für private Investoren wird das Viertel zunehmend interessant. In naher Zukunft sind durch sie vielversprechende Entwicklungen zu erwarten, die dem Viertel zusätzlichen Imagegewinn bringen können und die bis heute erreichten Ziele verstetigen helfen", so Schwarz.
16.02.2012
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